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2019.01.14

Über transeuro

Die mysteriösen Übersetzer von transeuro im Interview – Ausgabe 4


Als unseren ersten Artikel von 2019 möchten wir Ihnen Ausgabe 4 von “ Die mysteriösen Übersetzer von transeuro im Interview“ präsentieren. Diesmal interviewen wir Herrn Hiroyuki Omata, der hauptsächlich von Deutsch ins Japanische übersetzt.

Herr Omata ist ein Patentübersetzer, der auf Elektrotechnik spezialisiert ist. Bereits im April 2018 haben wir einen Artikel über seine Erfahrungen mit der NIPTA-Prüfung für Patentübersetzer veröffentlicht. Er ist seit über 30 Jahren für transeuro tätig und gilt als Übersetzerlegende innerhalb der Firma. Da er in Deutschland studiert hat, hat München für ihn eine besondere Bedeutung. Genau wie Hemingway über Paris dachte, wird München ihn für den Rest seines Lebens begleiten, wo auch immer er diesen verbringen wird.

Lesen Sie, was eine Übersetzerlegende zu sagen hat.

 


Welche Sprachen übersetzen Sie und was ist Ihr Spezialgebiet?

Deutsch→Japanisch und Englisch→Japanisch, hauptsächlich im Gebiet der Elektrotechnik (Halbleiter, Elektrizität, Kommunikation, Datenverarbeitung, Automobilelektronik, Medizingeräte, Analysegeräte, Steuertechnik und Nachweisverfahren. Außerdem auch Optik. )

Bitte erzählen Sie uns mehr über Ihre Karriere vor und nach Ihrem Einstieg bei transeuro.

Ich hatte 2 Jahre in einer Übersetzungsfirma gearbeitet, die viele verschiedene Bereiche abdeckte, z. B. Anleitungen von Werkzeugmaschinen und Fahrzeugen und Spezifikationen von ausländischen Marken. Ich war als Koordinator für externe Übersetzer tätig und übersetzte auch den firmeninternen Newsletter von Deutsch ins Japanische. Auch hatte ich die Chance große Handelsgesellschaften und Hersteller, die unsere Kunden waren, zusammen mit Kollegen aus der Sales Abteilung zu besuchen. In dieser Zeit konnte ich viele wertvolle Erfahrungen machen. Nachdem ich den Job wechselte und in der Anwaltskanzlei arbeite, aus der später transeuro entstanden ist, habe ich durchgängig Patentübersetzungen im Bereich der Elektrotechnik bearbeitet. Da ich mich auf ein Spezialgebiet konzentrieren konnte, war in den letzten 30 Jahren in meiner beruflichen Tätigkeit sehr erfüllt.

Warum haben Sie sich entschieden, Übersetzer zu werden?

Ich hatte nicht Germanistik studiert, hatte aber in einem anderen Bereich in Deutschland studiert und konnte in dieser Zeit Deutsch lernen. Nach meiner Heimkehr suchte ich nach einem Beruf, wo ich meine Kenntnisse anwenden konnte und fing somit bei der ersten Übersetzungsfirma an.

Vor zweieinhalb Jahren hat sich transeuro als ehemalige Übersetzungsabteilung einer Patent- und Rechtsanwaltskanzlei als eigenes Übersetzungsbüro selbständig gemacht. Haben sich seitdem Ihre Einstellung und Gedanken zu Ihrer Tätigkeit als Übersetzer geändert?

In der Zeit als transeuro noch Teil der Kanzlei war, konnten wir Übersetzer sehr eng mit den Anwälten und deutschen Mitarbeitern zusammenarbeiten. Es waren perfekte Voraussetzungen für Patentübersetzer. Jetzt als Übersetzer einer Übersetzungsfirma mache ich mir häufig Gedanken darüber, wie ich die Qualität und Effizienz meiner Arbeit noch weiter verbessern kann. Ich denke, dass mein Bestreben, mit den Bedingungen die man hat, das beste Resultat zu erreichen, noch stärker geworden ist.

Was ist Ihr Motto bezüglich Ihres Berufes als Patentübersetzer?

Ich achte darauf, einfach verständliches Japanisch zu schreiben und möchte einer der weltbesten Patentübersetzer werden. Gerade bei Patentübersetzungen vom Deutschen ins Japanische ist sehr wahrscheinlich, dass man zu den weltbesten gehört, wenn man die Nummer 1 in Japan ist.

Als Übersetzer arbeiten Sie hauptsächlich im Bereich der Elektrotechnik, was sind Ihrer Meinung nach die Schwierigkeiten und der Reiz dieses Fachgebiets?

Im Bereich der Elektrotechnik sind gerade viele neue Technologien, die die Zukunft der Industrie stark beeinflussen, wie z. B. IoT, autonomes Fahren oder AI,  in der Entwicklung. In Deutschland gibt es viele Firmen, die die Grundlagen und Standards für diese Technologien legen. Diese Firmen werden oft in technischen Zeitschriften oder Internetartikeln erwähnt. An der Patentstrategie dieser Firmen mitarbeiten zu können ist eine sehr dynamische und erfüllende Aufgabe.

Mobile Kommunikation und Techniken der Informationsverarbeitung, wie z. B. mobile Geräte, VR Geräte, Netzwerktechnik und Software Applikationen sind auch ein wichtiger Bereich der Elektrotechnik. Der wahre Reiz der Elektrotechnik ist, dass man sich mit den Technologien beschäftigt, die die Grundlage für die neusten technischen Geräte bilden.

In Patentanmeldungen im Bereich der Elektrotechnik gibt es oft komplexe und abstrakte Konzepte und Formeln. Während man an der Übersetzung arbeitet, lernt man auch diese komplexen Inhalte zu verstehen. Dabei fühle ich mich als Patentübersetzer sehr geehrt.

Was sind die Stärken von transeuro?

Ich finde es bemerkenswert, dass bei transeuro viele Übersetzer arbeiten, die auf eine Karriere als Patentübersetzer einer Patentanwaltskanzlei zurückblicken können. Die Übersetzer von transeuro haben schon viel durchgemacht und viele Erfahrungen gesammelt, von denen sie jetzt profitieren können. Daher habe ich auch hohe Erwartungen an ihre Leistungen in anderen Bereichen als der Patentübersetzung.

Was bedeutet Deutschland für Sie persönlich?

In dem Buch von Hemingway „Ein Fest fürs Leben“ sagt er: „Wo auch immer ich den Rest meines Lebens verbringe, Paris wird mich begleiten“. Mir geht es mit München genauso.

Eine Botschaft an unsere Leser

 Übersetzung ist zu 100% Kopfarbeit. Es ist eine Welt, in der man sich nur mit seinen geistigen Fähigkeiten misst. Außerdem kann man überall und jederzeit arbeiten, wenn man nur einen Stift bzw. einen Computer hat. Da man nur durch seine Fähigkeiten etwas Neues schafft, kann man Übersetzer auch als Handwerker ansehen. Wenn man eine geistige Tätigkeit sucht, wo man seine Fähigkeiten direkt zur Geltung bringen kann, ist der Beruf des Übersetzers eine gute Wahl. Ich würde besonders die Tätigkeit des Patentübersetzers empfehlen, da man die Freude von Ingenieuren, die mit den neusten Technologien arbeiten und dabei neue Erfindungen machen, teilen kann.


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