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2020.06.08

Übersetzung allgemein

Der Einfluss von Covid19 auf die Sprachindustrie


Wie wir in früheren Blog-Artikeln beschrieben haben, hatte die Korona-Krise noch keine großen Auswirkungen auf die Patentübersetzungsindustrie in Japan. Auch wenn die japanische Patentübersetzungsindustrie in vergangenen Krisen, wie dem schweren Erdbeben in Ostjapan im Jahr 2011 nicht sehr stark betroffen war, da die aktuelle Krise anders ist als alle, die wir bisher gesehen haben, müssen wir eine endgültige Bewertung noch abwarten.

In diesem Artikel wollen wir darüber berichten, wie sich die Corona-Krise bisher auf die gesamte Sprachindustrie weltweit ausgewirkt hat. 

 Geschäftsrückgang bei der Hälfte der führenden Sprachdienstleister

 Laut CSA-Untersuchungen verzeichneten 51% der CEOs der Top-Sprachdienstleister einen Rückgang der Geschäftstätigkeit. 7 % verzeichneten einen Anstieg, der wahrscheinlich durch Covid19-bezogene Dokumente verursacht wurde. Dieser wird höchstwahrscheinlich nur vorübergehend anhalten.

Während nach wie vor ein gewisser Bedarf an Übersetzungen besteht, haben vor allem dolmetscherzentrierte Unternehmen mit erheblichen Verlusten zu kämpfen, da viele Konferenzen und Großveranstaltungen in diesem Jahr nicht stattfinden.

Die meisten Sprachdienstanbieter wechseln zu Remote-Arbeit

Als Gegenmaßnahme gegen die Ausbreitung des Virus wechselten viele Branchen zur Telearbeit. Die Übersetzungsbranche ist dabei keine Ausnahme. Der oben erwähnten Umfrage zufolge arbeiten 87 % der Mitarbeiter der führenden Sprachdienstleister von zu Hause. Der Umstieg auf die Telearbeit war für die meisten Übersetzer wahrscheinlich relativ einfach, da sie problemlos von zu Hause aus arbeiten können. Homeoffice war in der Übersetzerbranche bereits vor Corona weit verbreitet.

Für Dolmetscher gestaltet sich der Wechsel zur Fernarbeit als schwieriger. Aber mit dem Einsatz neuerer Kommunikationstechnologie kann auch Ferndolmetschen ermöglicht werden.

Während das Dolmetschen bisher ein ortsgebundener Beruf war, könnten wir in Zukunft einen generellen Wechsel zum Ferndolmetschen erleben.

Wie sind freiberufliche Übersetzer betroffen?

Wenn wir uns die CSA-Umfragen mit freiberuflichen Übersetzern ansehen, können wir feststellen, dass 61% einen Rückgang der Aufträge feststellen konnten. Freiberufliche Übersetzer berichten, dass die Nachfrage nach Übersetzungen im Gesundheitswesen und in der Medizin entsprechend gestiegen ist. Reise- und luftfahrtbezogene Übersetzungen hingegen sind zurückgegangen. Übersetzer, die sich auf eine der schrumpfenden Branchen spezialisiert haben, haben es im Moment wahrscheinlich schwer und müssen vielleicht einen Wechsel in einen anderen Bereich in Betracht ziehen.

Laut Gary Massey, Direktor des IUED-Instituts für Übersetzung und Dolmetschen, geben nur 43% der freiberuflichen Linguisten an, dass sie finanzielle Unterstützung erhalten können. In Japan können Freiberufler Unterstützung von der Regierung erhalten, wenn sie aufgrund von Krankheit oder der Corona-Krise nicht arbeiten konnten oder sich um ihre Kinder kümmern müssen. Für gesunkene Auftragszahlen gibt es allerdings keine Unterstützung.

Auswirkung auf die Sprachindustrie insgesamt

Im Vergleich zur Tourismus- oder Gastronomiebranche war die Sprachindustrie bisher nicht so stark betroffen. Telearbeit ist für die meisten Jobs leicht zu ermöglichen und war bereits vor der Krise der Standard für Übersetzer. Einige Unternehmen berichten von einem Geschäftsrückgang, aber wenn man bedenkt, dass in Zukunft höchstwahrscheinlich mehr Gewicht auf digitale und Online-Inhalte gelegt wird, könnte die Nachfrage nach Übersetzungen in diesen Bereichen und Dolmetschen von Online-Konferenzen in Zukunft steigen. Dolmetscher entdecken eine neue Art der Fernarbeit, die, wenn sie zum neuen Standard wird, ihnen Reisezeit und ihren Arbeitgebern Reisekosten ersparen könnte.

 Wie sind Sie bisher von der Corona-Krise betroffen gewesen?


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