transeuro, inc.transeuro, inc.

E-Mail:

Blog

  • TOP
  • German
  • Blog
  • Die Wahrheit über Kato Yuki den CEO von transeuro

Newsletter


Abbonieren Sie den Blog, um über Updates informiert zu werden.

2020.04.27

Über transeuro

Die Wahrheit über Kato Yuki den CEO von transeuro


Herr Kato fing nach dem Abschluss der Universität in einer Patentanwaltskanzlei als Übersetzer an und hat nun schon mehr als 30 Jahre Berufserfahrung auf dem Gebiet. Als transeuro gegründet wurde, wurde er zum CEO und seit 2019 ist er nun der Chairman & CEO.

Bei dieser Karriere stellt man sich bestimmt einen gewissenhaften Menschen, der sich ganz auf die Profession der Übersetzung konzentriert, keinen Spaß versteht und eher wortkarg und introvertiert ist, vor.

Herr Kato ist allerdings ganz anders. Wenn man ein Foto von ihm sieht, ist Übersetzer wohl die letzte Assoziation, die man hat. Vielleicht denken einige Besucher der transeuro Webseite auch, dass sie sich in der Webseite geirrt haben. Wie dem auch sei, wir wollen herausfinden, wer dieser rätselhafte Mensch wirklich ist und haben ihn interviewt.


Sie haben sich direkt nach der Universität für den Beruf des Übersetzers entschieden. Sie müssen sehr gute Sprachkenntnisse haben!

Ich war ein Genie (lacht). Um ehrlich zu sein, habe ich als Student (Germanistik) viel gefeiert und habe den Abschluss nicht in der Regelstudienzeit von 4 Jahren geschafft. Ich war erst nach 6 Jahren fertig. Ich dachte damals, dass mir Deutsch sowieso nichts bringt und war kaum im Unterricht anwesend. Ich habe mich mehr auf meinen Nebenjob bei KFC konzentriert und bin mit meinem Auto, einem Celica LB2000GT, herumgefahren. So hatte ich nach 4 Jahren noch keine Credits in meinem Fachgebiet.

Am Gymnasium hat mir Englisch am meisten Spaß gemacht, also wollte ich eigentlich Anglistik studieren, aber mein Notendurschnitt war leider nicht gut genug, deswegen habe ich mich für Germanistik eingeschrieben. Eigentlich hat mich die deutsche Kultur und Literatur überhaupt nicht interessiert. Allerdings lerne ich gerne Sprachen und schaffte es mich im 5. Jahr aufzurütteln. So wurde ich innerhalb von 2 Jahren ein Patentübersetzer für Deutsch-Japanisch.

Ich war wohl wirklich ein Genie. (lacht)

Wollten Sie auch in anderen Branchen arbeiten oder hatten Sie nur Interesse an Patentübersetzung?

Ich war kein fleißiger Student, aber ich mag es Sprachen zu lernen. In der Mittelschule habe ich in der Mittagspause immer eine Art Sketchshow in Fremdsprachen aufgeführt. Als ich mich im 5. Studienjahr aufgerafft hatte, erzählte ich allen, dass ich, wenn ich schon Deutsch lerne, auch ein Profi werden will. Mir kam es dumm vor, nur für den Abschluss zu lernen.

Allerdings konnte ich noch nicht einmal das deutsche Alphabet und wurde ausgelacht. Das Sprachenlernen macht allerdings erst richtig Spaß, wenn man Lesen, Schreiben, Sprechen und Hören kombiniert. So entschloss ich mich, an eine Schule für deutsche Konversation zu gehen, auch wenn ich das Alphabet nicht konnte. Außerdem lernte ich über die deutsche Botschaft eine Brieffreundin in Deutschland kennen, und wir schrieben uns regelmäßig. Damals gab es das Internet und E-Mail noch nicht.

Als ein Professor von meinen vergeblichen Versuchen erfuhr, bot er mit Privatstunden außerhalb des Unterrichts an. Er unterrichtete dabei mit der Hilfe von Artikeln aus dem Stern und dem Spiegel. Die Mutter dieses Professors war eine Schweizerin und er kannte sich gut mit gesellschaftlichen Problemen in Europa aus. Er klärte mich über Asylbewerber, die Ehe ohne Trauschein und andere aktuelle Probleme auf und brachte mir in 2 Jahren die deutsche Sprache bei.

Nebenbei habe ich auch Schwyzertütsch gelernt (Damals wusste ich nicht, dass es einen Unterschied zu Hochdeutsch gibt) und deswegen betone ich auch jetzt noch das «ch» stark. Die erste europäische Stadt, die ich besucht hatte, war Zürich. Das Matterhorn hat mich fasziniert und Bergsteigen wurde mein Hobby. Für mich hat die Schweiz auch jetzt noch viel Bedeutung.

Als Germanistikstudent wusste ich, dass ich einen Beruf finden musste, wo ich meine Deutschkenntnisse anwenden konnte. Der Professor, der mich beim Deutschlernen unterstützte, hat mir eine Patentanwaltskanzlei empfohlen, die sich auf deutsche Patentanmeldungen spezialisiert hat und wo ein ehemaliger Student aus meiner Fakultät arbeitete. Ich entschied mich, den Einstellungstest zu versuchen.

Der Personalchef der Kanzlei hatte eine ungewöhnliche Einstellung und glaubte nicht an die Noten von japanischen Universitäten. Er entschied anhand des Einstellungstests, sodass auch jemand wie ich, der nur 2en und 3en hatte, eingestellt wurde. Damals konnte ich noch kaum Deutsch sprechen, da ich aber sehr viel Selbstvertrauen hatte, besuchte ich vor dem Abschluss noch meine Brieffreundin. Wir gingen zusammen ins Kino und in die Disco und hatten viel Spaß. Ich bin auch jetzt noch mit ihr in Kontakt.

Eigentlich bin ich eher ein gesprächiger Mensch und als ich meinen Freunden sagte, dass ich Übersetzer geworden bin, waren viele entsetzt und meinten, dass der Beruf nicht zu mir passt. Wenn ich nicht zwei Jahre länger an der Universität geblieben wäre und so die Menschen, die mich auf diesen Weg geführt haben, nicht getroffen hätte, wäre ich wohl weder Patentübersetzer noch Übersetzer in anderen Branche geworden.

Als Übersetzer schreibt und liest man nur und kann so nur 50% der Freude am Sprachenlernen erleben. Auch wenn man schlecht ist, sollte man sprechen. Außerdem ist es doch langweilig, wenn man nur an Texten arbeitet, die andere geschrieben haben. Ich will selbst schreiben und mich ausdrücken und am besten selbst der Autor von Texten sein, die übersetzt werden. Als CEO einer Übersetzungsfirma ist so eine Einstellung schon ungewöhnlich.

Ich habe oft daran gedacht, den Beruf des Übersetzers an den Nagel zu hängen, aber ehe ich mich versah, hatte ich schon 35 Jahre als Übersetzer gearbeitet und kann nun nicht mehr aufhören. Auf diesen Abweg kam ich letztendlich nur, weil ich die Universität nicht in der Regelstudienzeit abgeschlossen hatte, deshalb will ich mich auch weiter vom Schicksal treiben lassen.

 

Glaubt der CEO an Schicksal?

Glaubt der CEO an Schicksal?

Was ist Ihr Hobby?

Boxen und Kendo. Mit Kendo habe ich angefangen, als ich über 40 war und habe es jetzt bis zum 5. Dan geschafft.

Um Missverständnisse zu vermeiden, ich lese auch gern und lese viele Bücher. Ich habe Bücher von Sartre und Camus gelesen. Auch Bücher von bekannten japanischen Autoren wie Kobo Abe und Yukio Mishima habe ich gelesen.

Bekannte deutsche Werke habe ich ebenfalls im Großen und Ganzen gelesen. Die Bücher von Hesse waren einfach zu lesen. Narziss und Goldmund hat mir gefallen. Am besten hat mir der Zauberberg von Tomas Mann gefallen. Es spielt in der Schweiz und ich bin ein Fan der Haarspalterei von Settembrini.

Im Zug lese ich gerne Thriller. Ich mag Tom Clancy, Brian Freemantle und Dan Brown. Science-Fiction lese ich auch gerne. Am besten hat mir die Hyperion-Reihe von Dan Simmons gefallen. Es ist eine umfangreiche SF-Geschichte, die viel länger als der Zauberberg ist. Ich finde, es ist eines der besten SF-Werke. Ich bewundere den Übersetzer Akinobu Sakai, der aller Werke der Reihe übersetzt hat.

Von japanischen Werken mag ich Ad Bird von Makoto Shiina und Wilde Schafsjagd von Haruki Murakami. In meiner Zeit am Gymnasium und an der Universität war „How to be big“ von Eikichi Yazawa meine Bibel. Dieses Buch hat mir die Kraft gegeben, mit dem Lernen anzufangen, um ein Profi zu werden. Ich wollte es allen zeigen. Wenn ich mir die Aufzählung so anschaue, habe ich nur spitzfindige Bücher gelesen. Vielleicht ist Patentübersetzer doch ein passender Beruf für mich.

Eigentlich hatte ich noch weitere Fragen vorbereitet, aber leider haben wir keine Zeit mehr. Haben Sie zum Schluss noch eine Nachricht an ihre Kunden?

Bisher habe ich viel über meine Vergangenheit erzählt. Ich habe mal gelesen, dass Männer, die nur über der Vergangenheit sprechen, nicht sehr beliebt sind, deswegen möchte ich ein wenig über die Zukunft sprechen (lacht).

In einer Firma, wo jemand wie ich CEO ist, sind alle seltsam, der Präsident, die Vorstandsmitglieder, die Angestellten und die Teilzeitkräfte. Allerdings haben alle außergewöhnliche Übersetzungsfähigkeiten. Viele Mitarbeiter kenne ich seit meiner Zeit in der Patentanwaltskanzlei und kann ihnen voll und ganz vertrauen.

Seit letztem Jahr bieten wir auch einen Dolmetscherservices an und haben damit auch die Bereiche Sprechen und Hören abgedeckt. Damit decken wir nun 100% der Freude an Sprachen ab, was für mich das Ideal ist. 

Gleich und gleich gesellt sich gern !(lacht)

An den Kursen unserer Sprachschule nehmen auch viele leidenschaftliche und interessante Schüler teil. Von nun an möchte ich, dass transeuro eine Firma ist, wo sich solche Leute, die Sprachen mögen, versammeln und zusammenarbeiten können. Übersetzen und Dolmetschen ist wie eine Reise durch die Wörter. Jeder Moment ist eine neue Herausforderung. Wir würden uns freuen, wenn Sie diese seltsame Firma auf ihrer Reise durch die Wörter begleiten.


Ähnliche Beiträge

 

 

Kommentar verfassen

Kontakt

Page Top