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2020.01.29

Kanda

Japaner beten am Schrein für Erfolg im Geschäft – Hatsumōde im Kanda Myōjin Schrein


In Japan gibt es den Brauch, zu Neujahr einen Schrein zu besuchen, um dort zu beten. Auf Japanisch heißt dieser Brauch Hatsumōde. Auch wenn die Japaner nicht sehr religiös sind, gehen doch viele im neuen Jahr einen Schrein besuchen. Dabei geht man nicht nur mit der Familie, sondern auch mit der Firma zum Schrein.

In christlichen Ländern wäre es wohl eher unüblich, mit dem Chef und Kollegen zu einer Messe in die Kirche zu gehen. In unserem ersten Artikel über Kanda im Jahr 2020 wollen wir Ihnen den japanischen Neujahrsbrauch des Hatsumōde vorstellen.

Hatsumōde, ein wichtiger Volksbrauch in Japan

Hatsumōde ist der erste Schreinbesuch im neuen Jahr (in der Regel zwischen dem 1. und 3. Januar). Früher hat man für den Hatsumōde den Schrein des Schutzgottes des Wohnortes ausgewählt, heutzutage gehen viele in berühmte Schreine. Viele verbinden Hatsumōde mit einem Schreinbesuch, man kann aber auch einen Tempel besuchen. Das kommt, daher dass in Japan bis zum Anfang der Meiji-Zeit, Buddhismus und Schintoismus zu einer Religion verschmolzen waren.

Ob das daran liegt, dass Japaner nicht sehr religiös sind, dass Japaner sehr tolerant sind oder dass sie einfach gerne Dinge vermischen, werden wir ein anderes Mal betrachten.

Der Schrein, der von den meisten Japaner für den Hatsumōde besucht wird, ist der Meiji Schrein in Tokyo. Im Neujahr allein kommen 3.170.000 Besucher. Zum Vergleich in die Allianz Arena in München passen 75.000 Menschen.

 

Mit der Firma zum Hatsumōde

 Wie bereits erwähnt, ist es in Japan üblich mit der Firma zum Hatsumōde zu gehen. Je nach dem Standort der Firma sind unterschiedliche Schreine zuständig. Bei transeuro ist es der Kanda Myōjin Schrein.(transeuro gehört keinem speziellen Glauben an. Transeuro beschäftigt Mitarbeiter von verschiedenen Glaubensrichtungen und mit verschiedenen Staatsangehörigkeiten.)

Wenn man mit der Firma zum Schrein geht, betet man für Erfolg im Geschäft und Sicherheit am Arbeitsplatz für das neue Jahr. Wahrscheinlich haben einige unserer Mitarbeiter auch dafür gebetet, dass ihre Übersetzungsfähigkeiten noch besser werden. Einige beten auch für Dinge wie Weltfrieden oder eine Lösung des Klimaproblems. Da man sein Gebet nicht laut ausspricht, weiß man nicht, was sich andere Leute wünschen.

Der Brauch des Hatsumōde ist recht neu

Heutzutage ist der Hatsumōde ein Volksbrauch aber in der Edo-Zeit war er nicht üblich. Es gab den Brauch des Toshigomori, wobei der Vorstand der Familie den 31. Dezember im Schrein der für den Wohnort zuständigen Gottheit verbrachte und für eine gute Ernte und ähnliches betete.

Mit dem Ausbau der Bahnstrecken in der Meiji-Zeit wurde der Hatsumōde üblicher. Gut ersichtlich ist das an der Eröffnung der Tōkaidō-Line 1872, durch die der Zugang zum Buddha in Kawasaki erleichtert wurde. Seither ist er beliebtes Ziel für den Hatsumōde und Ausflüge. Wie haben Sie Neujahr verbracht? Auch wenn man nicht für das neue Jahr betet, fühlt man sich doch zum Jahreswechsel doch neu gestärkt.

Auch in 2020 werden wir hier wieder über Kanda berichten.


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