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2020.12.04

Deutsche Sprache

Neue deutsche Wörter und veraltete deutsche Wörter – Ein Leitfaden zur 28. Ausgabe des Dudens  


Der Duden ist für die Übersetzungsarbeit unentbehrlich. Der vom Deutschen Bibliographischen Institut herausgegebene Duden ist das maßgebliche Wörterbuch, das auch die deutsche Rechtschreibung bestimmt. Der Duden erscheint alle drei bis fünf Jahre. Am 19. August 2020, etwa 3 Jahre nach der letzten Überarbeitung, erschien die neueste Ausgabe. Unter anderem aufgrund der Auswirkungen von Covid-19 enthält diese Revision viele neue Wörter, die mit Corona zu tun haben, so dass sich die Gesamtzahl der Stichwörter auf 148.000 beläuft. Das ist die höchste Zahl bisher.

Trends in den neuen Stichwörtern – Coronabegriffe und Umweltbegriffe

Mit 3.000 neu hinzugefügten Wörtern und 300 gestrichenen Wörtern ist die 28. Auflage des Dudens nun in der Diskussion, da viele neue Wörter, die mit dem Coronavirus zu tun haben, hinzugefügt wurden. Der offizielle Name des Virus „Covid-19“ und englische Wörter, die sowohl in Deutschland als auch in Japan verwendet werden, wie z.B. Social Distancing und Lockdown wurden dieses Mal hinzugefügt. Zusätzlich wurden auch deutsche Corona-bezogene Wörter wie Reproduktionszahl, Geisterspiel und Atemschutzmaske hinzugefügt.

Weiterhin wurden Wörter aus dem Bereich Technik, wie Ladesäule, Elektroscooter und Uploadfilter hinzugefügt. Viele Wörter im Zusammenhang mit Umweltfragen wurden ebenfalls hinzugefügt, wie z.B. Repairecafé, Flugscham und Fridays for Future.

Andererseits wurden auch einige Wörter entfernt, wie z.B. Hackenporsche, Fernsprecheranschluss und Kabelnachricht. Diese Wörter sind veraltet und werden nicht mehr verwendet.

Die Anglisierung der deutschen Sprache

Diese Revision hat allerdings auch Kritik abbekommen. Vor allem die große Zahl der hinzugefügten englischen Begriffe hat bei den Konservativen starke Kritik hervorgerufen. Neben den coronabezogenen Begriffen wurden Begriffe wie Influencer und Hatespeech als deutsche Wörter übernommen. Daher befürchten einige Leute, dass die deutsche Sprache aufgrund der Zunahme englischer Wörter zurückgehen könnte.

Umstrittene geschlechtsneutrale Sprache

Die revidierte Ausgabe enthält auch eine umstrittene Anmerkung zur Verwendung des Gendersternchens. Was genau ist das Problem dabei?

Im Deutschen werden die männlichen und weiblichen Wortformen wie Personen, Berufe und Status durch die Endung „-er“ für die männliche Form und die Endung „-in“ für die weibliche Form gekennzeichnet. Die männliche Form kann auch genutzt werden, wenn beide Geschlechter gemeint sind, allerdings findet man aktuell auch neutrale Formulierungen, die ein Gendersternchen benutzen, wie z.B. Japaner*in für eine einzelne japanische Person und Japaner*innen für mehrere Personen, deren Geschlecht nicht näher spezifiziert ist. (Manchmal wird anstelle des Sternchens ein Unterstrich oder Schrägstrich verwendet).

Diese Schreibweisen gelten als problematisch. Kritiker bezeichnen sie als gebrochene Sprachstruktur. Der Deutsche Sprachverband hat die Aufnahme dieser Art von Sprache in deutsche Standardwörterbücher heftig kritisiert und behauptet, sie sei irreführend. Die Autoren des Dudens verteidigen sich, indem sie sagen, dass sie sich nur mit der Problematik auseinandersetzen und die beste Lösung angeben, die derzeit verfügbar ist.

Die Sprache ist ein lebendiger Organismus. Übersetzer müssen ihr Wissen und ihre Informationen ständig aktualisieren, da sie in einer Welt arbeiten, die sich mit dem Zustand der Gesellschaft verändert. Unsere Übersetzerinnen und Übersetzer sind immer auf dem Laufenden über aktuelle Themen der deutschen Sprache. Wenn Sie an einer Übersetzung aus dem Deutschen oder ins Deutsche interessiert sind, stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung.

 


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