Olympia in Tokyo – Vorfreude im Ausland und Sorgen in Japan

2020 ist für Tokyo das Jahr der Olympischen und Paralympischen Spiele. Viele Sportfans freuen sich schon auf dieses große Event. Viele Einwohner Tokyos sehen den Spielen aber eher mit Sorgen entgegen, da die Spiele viele logistische und organisatorische Probleme mit sich bringen. Auch die Arbeiter, die die neuen Sportstätten für Olympia bauen, teilen die Freude nicht.

Eine Uhr vor dem Tokyo Hauptbahnhof zählt die Tage bis zu den Spielen.

Japans Sommerhitze

 

In Tokyo gibt es im Sommer häufiger Temperaturen von 34 Grad und heißer. Dazu kommt eine hohe Luftfeuchtigkeit. Viele Sportarten der Olympischen Sommerspiele finden draußen statt. Die Hitze wird dann zum Problem für Sportler und Zuschauer. Bereits bei den Sommerspielen von 1964 in Tokyo kam es deshalb zu einer Verlegung der Spiele auf den Herbst.

Für 2020 hatte man zunächst erfolglos mit einer Verlegung einiger Disziplinen in die frühen Morgenstunden und dem Einsatz von Schneekanonen versucht, der Hitze Einhalt zu gebieten. Im November 2019 wurden dann eine Verlegung der Geherwettbewerbe und Marathon-Rennen nach Sapporo aufgrund einer Entscheidung des IOC bekannt gegeben.

Doch auch viele andere Sportarten sind von der Hitze betroffen. Wir können nur hoffen, dass alle Sportler und Zuschauer gut mit dem Wetter klarkommen.

 

Überlastung der öffentlichen Verkehrsmittel

 

Die öffentlichen Verkehrsmittel sind in Tokyo im Normalzustand schon recht voll. Für Olympia wird von 600.000 Gästen aus dem Ausland ausgegangen, die Tokyo besuchen werden. Die Gäste werden auch die öffentlichen Verkehrsmittel benutzen.

Entsprechend chaotisch wird es also zur Rushhour Zeit am Morgen und abends werden. Die Regierung und das IOC versuchen daher Firmen zu überzeugen, den Mitarbeitern Telearbeit zu ermöglichen, um die Zahl der Pendler zu senken.

In Japan ist Telearbeit noch relativ unüblich, daher bleibt es fraglich, ob genügend Firmen mitmachen werden. Experten gehen davon aus, dass der Andrang ganze Bahnhöfe und Bahnlinien lahmlegen könnte.

transeuro ist in dieser Hinsicht schon sehr fortschrittlich, denn die meisten unserer Mitarbeiter arbeiten bereits komplett oder teilweise von Zuhause aus.

Hohe Kosten und schlechte Arbeitsbedingungen

 

Laut dem japanischen Rechnungshof sind die Ausgaben bereit im Oktober 2018 fünfmal so hoch gewesen wie geplant. Die Kosten wurden auf 1,3 Milliarden Dollar geschätzt. Es wurden allerdings bereits 7 Milliarden ausgegeben

Von den zusätzlichen Kosten haben die Bauarbeiter, die an Gebäuden für Olympia bauen allerdings nichts. Sie bekommen das gleiche Gehalt, werden allerdings angehalten schneller zu arbeiten. Arbeiten, die sonst zwei Wochen dauern, müssen in sechs Tagen geschafft werden.

So positiv wie die Olympischen und Paralympischen Spiele in den Werbefilmen dargestellt werden sieht die Realität leider nicht aus. Ich bin gespannt, wie letztendlich mit den Problemen umgegangen wird.

Werden Sie die Olympischen Spiele 2020 in Tokyo verfolgen?

 

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