Corona Impfung in Japan – Nicht genug Impfstoff und wenig Informationen für Ausländer

Während in anderen Ländern schon letztes Jahr mit den Impfungen gegen Covid-19 begonnen wurde, hat Japan sich Zeit gelassen. Auch wenn in Japan die Infektionszahlen vergleichsweise gering sind, wurde der kürzlich ausgerufene Ausnahmezustand für die meisten Präfekturen bis März verlängert. Am 12. Februar kam die erste Impfstofflieferung in Japan an. Wie sieht nun der Impfplan in Japan aus?

Der Impfplan in Japan

 

Nach einer Studie im Februar, wo 20.000 freiwillige Ärzte und Krankenschwestern geimpft werden, will Japan im März mit den ersten regulären Impfungen gegen Covid-19 beginnen. Zunächst soll medizinisches Personal geimpft werden. Dann folgen ab wahrscheinlich April Menschen über 65 Jahre. Später dann Menschen mit Grunderkrankungen und zum Schluss alle anderen Einwohner.

Es ist allerdings noch unklar, ob Japan genug Impfstoff bekommen wird, nachdem die EU Exportkontrollen für Impfstoffe verschärft hat.

Keine Durchimpfung bevor Olympia

 

Mit diesem Plan wird es schwer sein, bis zum Beginn der Olympischen Spiele genug Menschen geimpft zu haben. Athleten, die teilnehmen, müssen allerdings nicht vorher geimpft werden.  

Auch bleibt die Bevölkerung skeptisch. Nur 63,1 % der Bevölkerung sind nach Umfragen bereit, sich Impfen zu lassen und Japan plant nicht, eine Impfpflicht einzuführen.

Impfstoff auch für Ausländer

 

Ausländer, die in Japan eine Aufenthaltsgenehmigung haben, werden auch Anspruch auf den Impfstoff haben. Um die Impfung kostenlos in Anspruch nehmen zu können, wird jeder Einwohner einen Impfgutschein per Post zugesandt bekommen.

Allerdings ist bisher nur geplant, die Gutscheine auf Japanisch auszustellen. Andere Sprachen sind nicht vorgesehen. Wer kein Japanisch kann, muss sich daher wahrscheinlich online informieren. Für den Ablauf der Impfungen sind in Japan die Stadtverwaltungen verantwortlich, welche auch entsprechende Webseiten mit Informationen erstellen müssten.

Wenn sich die Webseiten von japanischen Stadtverwaltungen anschaut, findet man häufig Webseiten, die sich schlechter maschineller Übersetzung bedienen. Diese macht es schwierig, wichtige Informationen zu finden, weil ausschlaggebende Begriffe einfach komplett falsch übersetzt werden.

Die Webseite des Gesundheitsministeriums zu Covid-19 zumindest wurde korrekt übersetzt. Allerdings enthält die englische Version nur einen Bruchteil der Informationen der japanischen Webseite und andere Sprachversionen sind noch informationsärmer.

Wie stehen Sie zur Covid-19 Impfung? Werden Sie sich impfen lassen?

 

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